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DEPRESSION
Näheres zu Depression: Depression ist eine psychische Störung, die mit Niedergeschlagenheit aber auch mit körperlichen und psychischen Störungen einhergehen kann. Im Körperlichen können das beispielsweise Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und Verdauungsstörungen sein. Immer mehr Menschen leiden heute unter mehr oder weniger auftretenden depressiven Verstimmungen. Neueste Schätzungen gehen davon aus, dass alleine im deutschsprachigen Raum ungefähr 5 bis 10% Prozent der Bevölkerung derzeit an einer schon behandlungsbedürftigen Depression leiden. Alleine in Deutschland sind das derzeit etwa 4 bis 8 Millionen Menschen, Tendenz schnell steigend. Etwa 4 bis 5Mal so groß ist aber die Zahl derjenigen, die irgendwann im Laufe des Lebens eine Depression entwickeln. Es zeigt sich dabei, dass Frauen dabei doppelt so häufig betroffen sind wie Männer.
Alarmierende neueste epidemiologische Studien in verschiedenen Ländern weisen darauf hin, dass derzeit (2008 - 2009) etwa 17% der Gesamtbevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer Depression unterschiedlichen Schweregrades erkranken. Deutlich höher ist die Gruppe der Betroffenen, die einen Hausarzt aufsuchen. So ergab die Auswertung verschiedener Fragebogenstudien, dass bis zu 25% der Patienten in Hausarztpraxen an einer Depression unterschiedlichen Schwere und Ausmaßes leiden. Von diesen 25% konnte zusätzlich bei mindestens einem Drittel eine Angststörung diagnostiziert werden. Bis zum Jahr 2020 werden nach Schätzungen der World Health Organisation WHO, Depressionen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen den zweiten Platz in der Liste der häufigsten Krankheiten einnehmen.
Depressive Zustände, Depressionen allgemein und Angsterkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Problemen der heutigen Zeit. Die Tendenz ist, wie schon gesagt, rasch steigend. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird diese Art der psychischen Probleme an Häufigkeit und Grad der Beeinträchtigung bald die kardiovaskulären Erkrankungen übertreffen und in Zukunft den größten Anteil der Gesundheitskosten beanspruchen.
Wichtige epidemiologische Studien, wie DEPRES (Depression Research in European Society) und NCS (National Comorbidity Survey) zeigen, dass diesen Formen von Gesundheitsstörungen bis jetzt weder in der Diagnostik noch in Therapie und / oder Training das nötige Gewicht eingeräumt wird. Das führt aber im Endeffekt zu einer nicht mehr leicht zu behebenden Situation, für den Staat, die Sozialversicherungen (Kostenexplosion) und natürlich in erster Linie zu Problemen für die Betroffenen.
Die Hirndominanz entscheidet
Die frontale Hirnaktivität ist ein entscheidenter Faktor wie wir uns fühlen, oder ob wir in nächster Zeit Depressionen entwickeln können. Darüher hinaus sind auch die aktuelle Hirnaufladung und die Aktivität der Schläfenlappen / Amygdalabereich ausschlaggebende Marker zum erkennen einer Depression oder eines Burn out.
Allgemein nimmt man an, dass die Neigung zur Depression zum Teil vererbbar ist. Unsere Messungen der ultra langsamen Hirnpotenziale (ULP) zeigen, dass gerade die rechtshirndominaten Menschen (betrifft die elektrische Aktivität der vorderen Hirnlappen) betroffen sind. Das gleiche Messergebnis zeigte sich auch bei Personen mit einer bipolaren Störung (auch bekannt unter der Bezeichnung "manisch-depressive Zuständen"). Hier zeigten sich vor allem Personen die im aktiven Leben stehen betroffen (z. B. Manager). In allen Fällen war ein gut messbares Profil zu erkennen. Bei Personen mit sog. Burn out (ausgebrannt) Erscheinungen, konnten wir neben den entsprechenden niederen Hirnpotenzialwerten noch eine signifikante Überaktivierung der Schläfenlappen / Amygdalabereich (vor allem in der rechten Hirnhälfte) feststellen. Je höher die Aktivität der (vor allem der rechten) Schläfenlappen / Amygdala ist, desto eher werden diese Zustände abwechselnd als Ängste und depressive Verstimmungen bei gleichzeitigen Konzentrationsproblemen empfunden.
Wer einmal depressive Zustände, Burn out oder eine Bipolare affektive Störung durchlebt hat, hat ein stark erhöhtes Risiko, dass diese Zustände erneut auftreten bzw. sich langfristig festigen.
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